Um Ihren Shopify-Shop ohne App mit der DeepL API zu übersetzen, lesen Sie die Inhalte über die Shopify Translations API per GraphQL aus, senden sie an DeepL und schreiben die Übersetzungen zurück. Sie brauchen eine Custom App, Übersetzungsberechtigungen, ein DeepL-Konto und eine veröffentlichte Zielsprache. So behalten Sie die Kontrolle und sparen sich das Monatsabo für Weglot oder Langify (im Shopify App Store 17-87 $ für Weglot und 17,50-59,95 $ für Langify).
Mit der Shopify Translations API können Sie alle Inhalte Ihres Shops (Produkttitel, Beschreibungen, Kollektionsseiten, Blogbeiträge) direkt über GraphQL lesen und schreiben. Die DeepL API übersetzt diese Inhalte maschinell in professioneller Qualität. Kombinieren Sie beide APIs, erzielen Sie dasselbe Ergebnis, ohne ein Monatsabo für Weglot oder Langify zu zahlen, und behalten die volle Kontrolle über die Übersetzung.
Dieser Leitfaden behandelt die technischen Schritte, GraphQL-Abfragen und den Automatisierungsablauf, die erforderlich sind, um Ihren Shopify-Shop mit DeepL in eine andere Sprache zu übersetzen. Eine App müssen Sie dafür nicht installieren.
Was ist die Shopify Translations API und wie funktioniert sie mit DeepL?
Die Shopify Translations API ist Teil der Admin GraphQL API und ermöglicht es Ihnen, Übersetzungen für jede „übersetzbare Ressource“ in Ihrem Shop zu speichern, zu lesen und zu löschen. Die DeepL API fungiert an dieser Stelle als Zwischenschicht: Sie nimmt den Rohinhalt von Shopify, sendet ihn an DeepL und schreibt die zurückgegebene Übersetzung wieder in Shopify.
Shopify definiert unter anderem die folgenden Typen als übersetzbare Ressourcen: PRODUCT, PRODUCT_OPTION, PRODUCT_OPTION_VALUE, COLLECTION, ARTICLE, BLOG, PAGE, SHOP, MENU, LINK, FILTER, METAOBJECT, ONLINE_STORE_THEME. Die zu übersetzenden Felder sind für jede Ressource vordefiniert. Zum Beispiel sind für ein Produkt die Felder title, body_html, handle, meta_title, meta_description übersetzbar.
DeepL arbeitet über den Endpunkt /v2/translate. Im Anfragetext senden Sie die Ausgangssprache, die Zielsprache und den zu übersetzenden Text; der übersetzte Text wird in der JSON-Antwort zurückgegeben. Für HTML-Inhalte müssen Sie zwingend den Parameter tag_handling=html mitsenden; andernfalls versucht DeepL, auch Tags wie <p>, <strong>, <br> zu übersetzen, und beschädigt sie.
Bevor Sie beginnen: Anforderungen und Vorbereitung
Um diese Integration einzurichten, benötigen Sie vier Dinge: eine Shopify Custom App, die richtigen API-Berechtigungen, ein DeepL-Konto und eine im Shop aktivierte (veröffentlichte) Zielsprache. Wenn Sie sich mit den Grundlagen von Shopify noch nicht auskennen, lesen Sie am besten zuerst unseren Beitrag „Was ist Shopify?“.
1. Shopify Custom App erstellen
Seit dem 1. Januar 2026 lassen sich im Admin keine neuen Custom Apps mehr erstellen; legen Sie die App stattdessen im Dev Dashboard (dev.shopify.com) an. Aktivieren Sie in den Zugriffseinstellungen der App die folgenden Scopes:
- read_translations
- write_translations
- read_products (zum Abrufen von Produktinhalten)
- read_content (für Seiten- und Blog-Inhalte)
Installieren Sie die App über das Dev Dashboard in Ihrem Shop und rufen Sie das Admin-API-Zugriffstoken ab. Dieses Token verwenden Sie bei allen API-Aufrufen als X-Shopify-Access-Token-Header.
2. DeepL API-Schlüssel
Eröffnen Sie auf der Seite DeepL API ein Konto. Neue Konten starten mit dem Developer-Plan, der einmalig 1 Million Zeichen umfasst; für mehr ist der kostenpflichtige Growth-Plan nötig. Für einen mittelgroßen Shopify-Shop deckt dieses Kontingent in der Regel eine einmalige vollständige Übersetzung ab; bei späteren Übersetzungen sinkt der Verbrauch, da nur neu hinzugefügte Inhalte übersetzt werden. Ihren API-Schlüssel finden Sie im Kontobereich.
3. Zielsprache hinzufügen und veröffentlichen
Gehen Sie im Shopify-Adminbereich zu Einstellungen > Sprachen. Fügen Sie Ihre Zielsprache (z. B. de für Deutsch) hinzu und veröffentlichen Sie sie. Solange die Sprache im Shop nicht aktiviert ist, schlägt die translationsRegister-Mutation fehl. Einen eigenen Markt müssen Sie dafür nicht anlegen; marktspezifische Übersetzungen sind optional.
Wichtiger Hinweis: In den Tarifen Basic, Grow und Advanced können Sie bis zu 20 Sprachen veröffentlichen, in Shopify Plus bis zu 30.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: DeepL + Shopify Übersetzungs-Workflow
Die Integration erfolgt in vier Schritten: Inhalte aus Shopify abrufen, an DeepL senden, Übersetzungen in Shopify schreiben und die automatische Auslösung per Webhook.
1. Abrufen der zu übersetzenden Inhalte aus Shopify
Die translatableResources-Abfrage gibt alle übersetzbaren Felder eines bestimmten Ressourcentyps zurück. Die folgende GraphQL-Abfrage ruft die übersetzbaren Inhalte und vorhandenen Übersetzungen aller Produkte in Ihrem Shop ab:
Entscheidend ist das Feld digest: Es enthält den Hash des jeweiligen Inhaltsblocks. Sie müssen diesen Wert in der translationsRegister-Mutation senden; Shopify verifiziert so, welcher ursprüngliche Inhalt übersetzt wurde. Ohne digest schlägt die Mutation fehl.
Solange pageInfo.hasNextPage true zurückgibt, setzen Sie die Schleife fort, indem Sie den Wert von endCursor an den after-Parameter übergeben. In Shops mit mehr als 100 Produkten ist Paginierung obligatorisch.
2. Inhalte an die DeepL API senden
Die Inhalte aus Shopify senden Sie per HTTP-POST-Anfrage an DeepL:
Wenn Sie mehrere Texte in einer einzigen Anfrage senden, schonen Sie Ihr API-Kontingent und verkürzen die Antwortzeit. DeepL akzeptiert maximal 50 Textblöcke pro Anfrage.
Beachten Sie Folgendes: Wenn das Feld body_html Shopify-spezifische {{ variable }} Liquid-Ausdrücke enthält, ersetzen Sie diese Ausdrücke vor dem Senden zur Übersetzung durch Platzhalter und fügen Sie sie nach Erhalt der Übersetzung wieder ein. Andernfalls übersetzt DeepL diese Ausdrücke mit, und der Liquid-Code geht kaputt.
3. Übersetzungen in Shopify speichern
Die `translationsRegister`-Mutation schreibt die von DeepL zurückgegebenen Übersetzungen in Shopify:
Variablen:
Überprüfen Sie das Feld `userErrors`. Wenn Sie den Fehler `BLANK_TRANSLATION_VALUE` erhalten, entfernen Sie das entsprechende Feld aus dem `translations`-Array, anstatt einen leeren String zu senden. Der Fehler `INVALID_DIGEST` weist darauf hin, dass der `translatableContentDigest` falsch ist; führen Sie die Abfrage erneut aus, um den aktuellen Digest zu erhalten.
4. Automatischer Übersetzungs-Workflow mit Webhooks
Statt manuell zu übersetzen, können Sie die Übersetzung automatisch auslösen lassen, sobald ein neues Produkt angelegt wird. Leiten Sie den `products/create`-Webhook in Shopify an einen Endpunkt auf Ihrem eigenen Server weiter:

Der Endpunkt durchläuft folgenden Ablauf:
- `product.id` aus dem Webhook-Payload abrufen
- Übersetzbare Inhalte des Produkts mit der `translatableResources`-Abfrage abrufen
- An die DeepL API senden
- Mit `translationsRegister` in Shopify schreiben
- Den Vorgang protokollieren
Vergessen Sie nicht, Shopify-Webhooks zu validieren. Jeder Webhook-Anfrage-Header enthält den Wert `X-Shopify-Hmac-Sha256`; wenn Sie diesen Wert nicht mit Ihrem eigenen Secret Key mittels HMAC-SHA256 berechnen und vergleichen, bleiben Sie anfällig für gefälschte Anfragen.
Tipp: Der Übersetzungsprozess sollte asynchron ausgeführt werden. Wenn die Webhook-Antwort länger als 5 Sekunden dauert, initiiert Shopify einen erneuten Versuch, und dasselbe Produkt wird mehrfach übersetzt. Geben Sie sofort nach Erhalt des Webhooks 200 OK zurück und überlassen Sie die eigentliche Arbeit einer Job-Warteschlange (z. B. Redis + Bull oder AWS SQS).
App vs. API: Vergleich von Weglot, Langify und DeepL
Die Übersetzungs-Apps für Shopify scheinen die Arbeit zwar mit einem Klick zu erledigen, doch sobald der Shop wächst, treten Kosten- und Kontrollprobleme auf.
Die Preise von Weglot richten sich im Wesentlichen nach der Wortzahl und der Anzahl der Sprachen; zusätzlich haben die Tarife ein monatliches Limit für Übersetzungsanfragen. Der Business-Plan kostet 29 € pro Monat (50.000 Übersetzungsanfragen, 3 Sprachen); ein Shop mit 200.000 Übersetzungsanfragen pro Monat landet dagegen im Pro-Plan (79 € pro Monat). Für denselben Shop sind DeepL Growth + einmalige Entwicklungskosten im ersten Jahr in der Regel niedriger und ab dem zweiten Jahr deutlich vorteilhafter.
Apps wie Weglot funktionieren, indem sie JavaScript in den Theme-Code injizieren. Das wirkt sich negativ auf die Core-Web-Vitals-Metriken aus, insbesondere auf LCP und TBT. Langify speichert die Übersetzungen dagegen in Shopify; JavaScript kommt nur bei Übersetzungen von Custom Content zum Einsatz. Die DeepL-API-Integration schreibt die Übersetzungen direkt in die Shopify-Datenbank; der Theme-Code bleibt unberührt.
Hreflang und mehrsprachiges SEO: Was Shopify automatisch macht und wo es Defizite gibt
Shopify fügt für aktive Locales automatisch <link rel="alternate" hreflang="..."> Tags in den <head>-Bereich ein. Ist in Ihrem Shop das Locale "de" aktiv, werden deutsche Produktseiten unter der URL https://ihr-shop.com/de/products/produktname veröffentlicht, und auf der türkischen Seite erscheint automatisch der hreflang="de"-Tag.
Automatisch von Shopify hinzugefügte Hreflang-Tags
Die Unterverzeichnisstruktur (/de/, /fr/) ist das Standardverhalten von Shopify und die von Google empfohlene Struktur. Für eine Subdomain (de.example.com) oder eine separate Domain (example.de) sind eine externe DNS-Konfiguration und eine benutzerdefinierte Domainzuweisung in Shopify Markets erforderlich.
Übersetzung von Meta-Title und Meta-Description
Die Shopify Translations API unterstützt auch die Felder meta_title und meta_description. Wenn Sie diese Felder nicht übersetzen, erscheinen auf der deutschen Seite türkische Meta-Tags; Google ordnet die Seite dann in der Zielsprache falsch ein.
In der Liste translatableContent erscheinen diese Felder als key: "meta_title" und key: "meta_description". Fügen Sie sie in dieselbe translationsRegister-Mutation wie die Produktübersetzung ein.
Handle-Übersetzung und SEO-Warnung
Es ist möglich, Produkt-Handles (URL-Slugs) zu übersetzen, aber Vorsicht ist geboten. Wenn der Handle geändert wird, führt die alte URL zu einem 404-Fehler. Shopify erstellt keine automatischen Weiterleitungen. Aus SEO-Sicht ist es sicherer, die Handles unverändert zu lassen. Wenn Sie aussagekräftige URLs in der Zielsprache wünschen, planen Sie die Erstellung von Weiterleitungen als separaten Schritt ein.
Einen umfassenden technischen Leitfaden finden Sie in unserem Beitrag zur Shopify-SEO-Optimierung.
3 kritische Beobachtungen aus der Praxis von Nodus Works
Beobachtung 1: Liquid-Ausdrücke im Feld body_html lassen Integrationen abstürzen
Shopify-Theme-Entwickler betten manchmal {% if %}-Blöcke oder {{ metafield }}-Ausdrücke in Produktbeschreibungen ein. Wenn dieser Inhalt direkt an DeepL gesendet wird, ergeben sich zwei Möglichkeiten: Entweder wird der Liquid-Ausdruck übersetzt und beschädigt, oder DeepL ignoriert den Ausdruck und übersetzt den umgebenden Text, und der Eintrag erscheint fehlerfrei. Wenn Shopify diese Übersetzung jedoch rendert, erscheint die Seite leer oder fehlerhaft, da der Liquid-Code fehlerhaft verarbeitet wurde. Richten Sie vor dem Senden ein Regex-basiertes Platzhaltersystem für {{ }}- und {% %}-Blöcke ein.
Beobachtung 2: Die vollständige Übersetzung eines Shops mit 500 Produkten passt in das Kontingent des Developer-Plans
In einem typischen türkischen E-Commerce-Shop mit 500 Produkten haben wir im Schnitt 60 Zeichen für den Titel, 800 Zeichen für die Beschreibung und 200 Zeichen für die Meta-Felder gemessen. Das sind durchschnittlich 1.060 Zeichen pro Produkt, insgesamt 530.000 Zeichen. Diese Zahl passt in das einmalige Kontingent von 1 Million Zeichen des DeepL-Developer-Plans. Werden Seiten- und Blog-Inhalte einbezogen oder fallen nach Ausschöpfen des Kontingents weitere Übersetzungen an, kann der kostenpflichtige Growth-Plan nötig werden.
Beobachtung 3: App-Nutzer glauben oft, dass Übersetzungen „verschwunden“ sind; tatsächlich wurde die Sprache aus dem Markt entfernt.
Ein Szenario, das wir in Shops mit Weglot oder Langify häufig sehen: Ein Entwickler entfernt beim Aktualisieren eines Themes oder beim Ändern einer Einstellung im Shopify-Backend versehentlich das Locale aus Markets. Die Übersetzungen sind noch vorhanden (bei Weglot im eigenen Dashboard der App, bei Langify in Shopify), aber Shopify zeigt dieses Locale nicht mehr an. Der Nutzer gerät in Panik und eröffnet ein Support-Ticket. Bei der DeepL-API-Integration liegen die Übersetzungen im eigenen Übersetzungssystem von Shopify; wurde die Sprache nur aus einem Markt entfernt oder die Veröffentlichung aufgehoben, bleiben die Übersetzungen erhalten und die Inhalte sind wieder da, sobald die Sprache erneut hinzugefügt wird. Wenn Sie die Sprache dagegen unter Einstellungen > Sprachen vollständig löschen, werden alle Übersetzungen in dieser Sprache endgültig gelöscht; exportieren Sie die Übersetzungen deshalb vor dem Löschen.
FAQ
Brauche ich Programmierkenntnisse, um die DeepL API in Shopify zu nutzen?
Grundlegende JavaScript- oder Python-Kenntnisse sind ausreichend. Die Shopify GraphQL API funktioniert über Standard-HTTP-Anfragen und erfordert kein spezielles SDK. Für Webhook-basierte Automatisierung müssen Sie jedoch einen Server (Node.js, Python Flask/FastAPI oder eine Serverless-Funktion) einrichten können. Wenn Sie keine technische Infrastruktur aufbauen möchten, ist die Zusammenarbeit mit einer Shopify-Agentur, die diese Integration für Sie einrichtet, langfristig günstiger als die laufenden App-Kosten.
Ist die Shopify Translations API kostenlos?
Ja, die Shopify Translations API ist in allen Tarifen kostenlos. Bei DeepL starten neue Konten mit dem Developer-Plan, der einmalig 1 Million Zeichen umfasst. Bezahlen müssen Sie nur, wenn Sie dieses Kontingent überschreiten; dann wechseln Sie in den kostenpflichtigen Growth-Plan von DeepL.
Wie viele Sprachen unterstützt die translationsRegister Mutation?
In den Tarifen Basic, Grow und Advanced können Sie bis zu 20 Sprachen veröffentlichen, in Shopify Plus bis zu 30. Die vollständige Liste der unterstützten Sprachen kann über die supportedLocales Query von Shopify abgerufen werden. Es sind über 60 Sprachen verfügbar, darunter Türkisch (tr), Deutsch (de), Englisch (en), Arabisch (ar), Französisch (fr).
Können Übersetzungen manuell im Shopify Admin bearbeitet werden?
Ja. Mit translationsRegister registrierte Übersetzungen erscheinen im Shopify Admin unter Einstellungen > Sprachen und können dort bearbeitet werden. Dies kann genutzt werden, um die automatischen Übersetzungen von DeepL manuell zu verbessern. Vorgenommene Änderungen werden beim nächsten Webhook-Trigger nicht gelöscht; wenn die API jedoch aufgrund einer Digest-Änderung bei der Produktaktualisierung neu schreibt, wird Ihre Bearbeitung überschrieben. Um dies zu verhindern, fügen Sie dem Webhook-Flow eine Prüfung "bereits übersetzt und bearbeitet?" hinzu.
Unterstützt die DeepL API Türkisch?
Ja. DeepL unterstützt Türkisch seit 2022 sowohl als Quell- als auch als Zielsprache. Die Übersetzungsqualität vom Türkischen ins Englische und Deutsche ist, insbesondere bei E-Commerce-Texten, höher als bei Google Translate.
Funktioniert diese Integration ohne Shopify Markets?
Ja. Der Locale-Parameter der translationsRegister-Mutation muss einer im Shop aktivierten Sprache entsprechen; einen eigenen Markt müssen Sie dafür nicht anlegen. Eine Registrierung ohne aktivierte Sprache führt zu einem LOCALE_NOT_ENABLED-Fehler. Um die Sprache hinzuzufügen, gehen Sie im Admin zu Einstellungen > Sprachen, fügen die Sprache hinzu und veröffentlichen sie; marktspezifische Übersetzungen sind optional.
Wie lange dauert es, einen Shopify-Shop mit DeepL zu übersetzen?
Für einen Shop mit 500 Produkten dauert die Ersteinrichtung 1-3 Tage, inklusive Erstellung der Custom App sowie Programmierung und Test der API-Integration. Wie lange die Übersetzung selbst dauert, hängt von der Geschwindigkeit von DeepL ab; für 500 Produkte sind Abruf und Zurückschreiben in der Regel innerhalb von 10-30 Minuten erledigt. Sobald die Webhook-basierte Automatisierung steht, wird jedes neue Produkt innerhalb von 1-2 Minuten automatisch übersetzt.
Ist es besser, in Shopify die API anstelle einer Übersetzungs-App zu verwenden?
Wenn Sie über die technische Infrastruktur verfügen und einen mehrsprachigen Shop länger als 2 Jahre betreiben möchten, ist der API-Ansatz vorteilhafter. Die Verwendung einer App minimiert die Einrichtungszeit, aber die Kosten steigen mit der Skalierung, die Seitenladezeit wird durch JavaScript-Lasten beeinträchtigt und es entsteht eine Anbieterabhängigkeit. Nach der einmaligen Einrichtung gehen die Kosten gegen null; die Investition amortisiert sich innerhalb von 6 Monaten.
Welche Inhalte können mit der Shopify Translations API übersetzt werden?
Produkttitel, Beschreibungen, Kollektionsseiten, Blogbeiträge, statische Seiten, Navigationslinks, Produktvariantenoptionen, Metafelder und Theme-Textstrings können übersetzt werden. Produktbilder, Preise und Lagerbestände werden nicht übersetzt.
Fazit
Die Kombination der Shopify Translations API mit der DeepL API schafft eine vollständig kontrollierte, kostengünstige und performanceneutrale Übersetzungs-Infrastruktur für Ihren Shop. Anstelle der monatlichen Fixkosten von Apps wie Weglot oder Langify zahlen Sie nur pro tatsächlich genutztem Zeichen; die Übersetzungen werden nativ im Shopify-eigenen System gespeichert.
Kritischer technischer Hinweis: Verwalten Sie den translatableContentDigest korrekt, schützen Sie Liquid-Ausdrücke in body_html mit Platzhaltern und konfigurieren Sie die Webhook-Antwort asynchron.
Wenn Sie diese Integration in Ihrem Shopify-Shop einrichten oder Ihre bestehende Übersetzungsinfrastruktur neu aufsetzen möchten, besuchen Sie unsere Seite zu Shopify-Integrationslösungen oder kontaktieren Sie uns direkt.
Wenn Sie gleichzeitig auch Versand- und Zahlungsintegrationen einrichten möchten, finden Sie die technische Grundlage dafür in unserem Leitfaden zur Shopify-ERP-Integration.






